Wie alles begann…

 

Es war in Regensburg, im September des Jahres 2009, zum Ende des 7. Bundestreffens der Studienassistenten, als Karin Kallup einen leidenschaftlichen Appell an die Teilnehmer richtet, mehr für die Bekanntheit und Rechte der Study Nurse erreichen zu wollen. Das geeignete Mittel hierzu erschien den Anwesenden die Gründung eines Verbandes. Mit großer Mehrheit wurde Frau Kallups Vorschlag einer Verbandsgründung von den Anwesenden per Abstimmung angenommen.

 

Da es für die erfolgreiche Arbeit eines Verbandes die Hilfe Vieler braucht, wurden die ersten Aktiven für die Gründungsarbeit gesucht, die sich in eine ausgelegte Liste eintragen konnten. Von den ca. 30 Interessierten kamen zum ersten Arbeitstreffen am 11.06.2010 17 Personen aus ganz Deutschland, von Schleswig-Holstein bis Bayern. In Gruppenarbeit wurden die Ziele, die durch die Verbandsgründung erreicht werden sollen, herausgearbeitet und konkret formuliert.

 

Uns zur Seite gestellt wurde von der Akademie für Klinische Forschung Herr Thomas Heinrich, der seinen Job als Moderator sehr ernst nahm, uns durch die Treffen leitete und immer wieder auf den rechten Weg brachte, wenn wir uns in Diskussionen verloren. Frau Kallup hat die Arbeitstreffen mit Räumlichkeiten in der Akademie für Klinische Forschung in Frankfurt, bester Verpflegung und ihrem eigenen Wissen super unterstützt.

 

Zum zweiten Treffen, am 24.09.2010, hatte Frau Kallup Herrn Jürgen Kutzki eingeladen, der – als Rechtsanwalt und Notar – zum Thema „Vereinsrecht“ referierte. Die von ihm mitgebrachte Mustervereinssatzung bildet heute die Grundlage der Satzung des „Bundesverbandes für Studienassistenten / Study Nurses in der Klinischen Forschung e.V.“

 

Ebenfalls am 2. Treffen hatten wir Besuch von Frau Sabine Kapsammer, Geschäftsführerin des DVMD, des Fachverbandes für Berufstätige in der Medizinischen Dokumentation. Frau Kapsammer hatte uns angeboten, eine Untergruppe „Study Nurses“ im DVMD zu werden, die vorhandenen Strukturen nutzen zu können und später evtl. als eigenständiger Verband wieder aus dem DVMD auszuscheiden. Nach Diskussion und Abwägen der Vor- und Nachteile eines eigenen Verbandes oder der Angliederung an den DVMD war die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer des 2. Arbeitstreffens für die Gründung eines eigenen Verbandes.

 

Das dritte Treffen, am 08.10.2010, wieder in den Räumen der Akademie für Klinische Forschung, hatte zum Ziel, festzulegen, welche Organisationsstruktur wir anstreben und die in der Zwischenzeit schon vorbereitete Verbandssatzung zu vervollständigen. Hier ging es vorrangig um die Konkretisierung der Ziele, die mit Gründung des Verbandes festgelegt werden.

 

Beim Bundeskongress im November 2010 in Frankfurt hatte ein Teil der Gründungsmitglieder die bislang erreichten Ziele vorgestellt. Es lag allerdings noch viel Arbeit vor uns.

 

Am 21.01.2011, zum 4. und letzten von Frankfurt „gesponsorten“ Arbeitstreffen sollte die vollständige Satzung von den anwesenden Gründungsmitgliedern „abgesegnet“ und Räumlichkeiten für das nächste Treffen gefunden werden. Mit dem guten Gefühl, dass das nächste Treffen das offizielle Gründungstreffen sein wird, sind wir nach getaner Arbeit wieder nach hause gefahren.

 

Doch noch viele offene Punkte, wie zum Beispiel die Gemeinnützigkeit des Verbandes zu erlangen, ließen zwischenzeitlich das Gründungstreffen in weite Ferne rücken. Buchstäblich in allerletzter Sekunde gelang es, auch rechtliche Fragen bis zum Gründungstreffen am 13.03. zu klären. In einem kombinierten Arbeits- und Gründungstreffen wurde am 13.03.2011 tatsächlich die Satzung und die Gebührenordnung des Verbandes verabschiedet, ein Vorstand gewählt und ein grober Fahrplan für die Aufgabenverteilung der nächsten Zeit beschlossen.

 

 

Im Rückblick kann man sagen, dass wir eine aufregende, interessante, emotionale und sehr lehrreiche Zeit mit der Vorbereitung der Gründung unseres Bundesverbandes verbracht haben.

 

Ich freue mich auf die kommende Zeit und wünsche dem Vorstand viel Kraft bei der Bewältigung der vielfältigen Aufgaben und viele helfende Hände, die bereitwillig einige dieser Aufgaben übernehmen.

der erste gewählte Vorstand